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last update: 16.02.2021

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18.02.2003

Akklimatisierung

Eisskulptur in Jakutsk


Heute morgen brauchten wir zwei mal Frühstück pro Person. Auf den Cholesterinspiegel kann man ja nicht jeden Tag achten.

Gestern hatte die Lebensmittel- und Kochgerätecrew noch nicht alles gefunden und musste heute morgen die Ladentour fortsetzen. Der Rest begab sich zu Arkadi und begann, die Schulsachen besser zu verpacken.

Am Mittag ging es mit der ganzen Ladung zu den Wachtowkas bei einer Berufsschule. Wachtowkas sind 3-achsige Allrad-Lastwagen, die auf der Brücke eine Personenkabine haben. Wir haben zwei gechartert. Die erste zum Reisen mit Busbestuhlung (Marke "Ural") und die zweite mit Liege-Bänken zum Kochen, Essen und Schlafen (Marke "Kamas").

Bei der Berufsschule befand sich erst der Kamas. Sergej war mit Gena noch mit dem Innenausbau beschäftigt. Das heisst, noch war nicht erkennbar, wie er einmal aussehen sollte. Wegen dem Frauentag am 8. März haben wir unsere Reise vorverschoben. Deshalb und wegen Stromausfällen waren sie noch nicht so weit. Der Ural war noch auf dem Weg nach Jakutsk. Wir trugen alle Sachen erst einmal in den ersten Stock der Berufsschule in einen abschliessbaren Raum und begaben uns zurück ins Hotel.

Ich wollte mich mit Mineralwasser eindecken. Beim Einkaufen fehlt mit noch die Kälteroutine. An einem Laden blieb ich mit der Hand innen an der Türfalle kleben. Merke: Handschuhe vor dem Verlassen des Ladens anziehen. Das linke Ohrenläppchen hat bei der Suche auch zu kalt bekommen und hat danach für mehrere Tage wie bei einem Sonnenbrand weh getan. Merke: Ohrenklappen bei der Mütze runterklappen. Mineralwasser habe ich nach etwa einer Stunde gefunden. Genau gegenüber vom Hotel.

Zum Nachtessen fuhren wir zu einem "Komplex" ausserhalb der Stadt. Es entpuppte sich als ein jakutisches Folklore-Restaurant. Die Gebäude waren im traditionellen Stil gebaut. Dagegen verstiess nur der Ofen und dagegen hatten wir nichts einzuwenden. Im Stall befanden sich traditionelle Jakutische Kühe. Diese sind eher selten in Jakutien. Man trifft eher auf Simmentaler. Überraschender waren aber die Spiegelkugel und das Lauflicht im Essraum.

Während des Essens kam Sascha Mecheda vorbei. Er war aus Sirianja gekommen - unserem Endpunkt des Lastwagentrecks. Er brachte eine Mütze aus Vielfrassfell mit. Wegen ihrem markanten Farbmuster wurde sie von uns Calmy-Rey getauft. Paul trug sie von nun an und war damit unübersehbar.

Die Nacht endete wieder in der Bar neben dem Hotel.

 

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